Prof. Dr. Fred Wagner und Stefanie Schlick zusammen am Tisch im Studio
Stefanie Schlick zu Gast bei Prof. Dr. Fred Wagner

Stefanie Schlick stellt sich den Fragen von Prof. Dr. Fred Wagner

In der am 01.06.2022 veröffentlichten Folge der #fredwagner-Interviewreihe war Stefanie Schlick zu Gast bei Prof. Dr. Fred Wagner. Sie ist seit Anfang 2022 Mitglied des Vorstands der HDI Group Deutschland und verantwortet den Vertriebsressort und den Bereich Marketing. Thematisiert wurden im Gespräch die Digitalisierungskompetenz und der Fachkräftemangel im Vertrieb, die Unterstützung der Vermittler*innen durch die HDI und die im August anstehenden ESG-Anforderungen.

Die aktuelle Folge #fredwagner ist nun verfügbar: #fredwagner

Die großen Herausforderungen der Pandemie hätten alle gespürt. Was aber alle relativ schnell geschafft hätten, wäre die Umstellung auf digitale Medien gewesen, so der Start von Stefanie Schlick ins Interview und zum Thema Digitalisierung seit Pandemiebeginn. Man habe gelernt, dass vieles digital funktioniert, was vorher nur im direkten Kontakt möglich schien. Bestehen bliebe aber die Herausforderung, auf digitalem Wege Neukunden anzusprechen und Vertrauen aufzubauen.

Auf die Frage von Fred Wagner „Ist der klassische Versicherungsvertrieb jetzt digitalisiert?“ erwidert Stefanie Schlick: „Er ist digitaler geworden. Digitalisiert hört sich so endgültig an. Wir sind fertig. Digitalisierung ist nie fertig.“ und damit wird deutlich, dass es immer darum geht, kontinuierlich die Technik weiter auszubauen, stärker zu nutzen, um mit allen Marktentwicklungen mitzuhalten. Es stellen sich Fragen wie „Wo muss was passieren? Beim Verschmelzen von Direktvertrieb, Exklusivvertrieb oder Maklervertrieb?“ Zudem sollten die Themen Bestandskundenverwaltung und Datensicherheit nicht vergessen werden.

Auch der Punkt, ob und wie die Vermittler*innen bei der Digitalisierung unterstützt werden, wurde ausführlich diskutiert. Werde die persönliche Beratung weiterhin bedeutend bleiben? Würden Berater, die die Digitalisierung verschlafen hätten, künftig geringere Erfolgschancen verzeichnen? Es müsse darum gehen, zu vermitteln, wie Digitalisierung und der Nutzen für die Berater zusammenhängen, und die Win-Win-Situation zu erklären.

Als eine Maßnahme in diesem Zusammenhang wurde das im Sommer 2020 gelaunchte Internetportal HDI Maklerwelt – eine Gemeinschaftsentwicklung mit dem Maklervertrieb – erläutert. Kann dieser Anlaufpunkt für Informationen und Services, die Makler*innen bei der digitalen Kundenkommunikation unterstützen? In dem Zusammenhang wurde auch der Service „HDI bAV digital“ diskutiert. Prof. Dr. Fred Wagner wollte wissen, ob man mit dieser digitalen Plattform rund um die betriebliche Altersvorsorge nicht eine weitere Insellösung geschaffen hätte, die die Komplexität noch vergrößere.

Um Komplexität ging es auch beim Vergleich von großen Versicherern mit InsureTechs und ob eine HDI noch mithalten könne. Thematisiert wurden daraufhin die Kosteneffizienz und Verschlankung bei der HDI und dass Herausforderungen einhergehen mit der Unternehmensgröße.  

Ein weiterer großer Themenblock war der Fachkräftemangel in der Versicherungsbranche. Die Branche sei nicht sexy genug für Arbeitnehmer*innen so die provokative These von Prof. Dr. Fred Wagner. Seine Interviewpartnerin erläuterte daraufhin das Spannungsfeld dazu: Der Schadenfall sei ein sehr interessantes Thema, müsse aber auch besonders sensibel kommuniziert werden. Dürfe der Schadensfall selbst überhaupt stark in den Fokus der Kommunikation rücken? Oder sollte man schon davor für die Kunden da sein? Ist es denkbar, viele Schadensfälle erst gar nicht passieren zu lassen, und was bedeutet das für die Personalentwicklung? Abgeschlossen wurde der Themenblock mit Fragen zum Frauenanteil und zur Frauenförderung.

Die letzte Fragestellung drehte sich um das Thema Kompetenz bei der Nachhaltigkeitsberatung. Wie seien die Makler*innen und Vermittler*innen im Vertrieb vorbereitet auf das Thema Nachhaltigkeit? Nur ein Häkchen zu setzen, würde nicht ausreichen, um der IDD-Änderungsverordnung gerecht zu werden. Zudem könne man die von den Kunden genannten Präferenzen nicht bedienen. Es sei nicht glaubwürdig, wenn die Vermittler*innen zu Nachhaltigkeit beraten würden, aber weder gut informiert seien noch Angebote offerieren könnten. Immerhin würden die Versicherer viele Schäden des Klimawandels tragen müssen. Nicht mehr als zwei Monate blieben, um die Vermittlern*innen fit zu machen für die Beratung rund um die Nachhaltigkeitspräferenzen. Reiche das, um das richtige Mindset aufzubauen? Und könne man nicht Nachhaltigkeit auch als Chance sehen?

Was Stefanie Schlick von der Idee hält und wie sie auf all die anderen bohrenden Fragen von Fred Wagner kontert, erfahren Sie in der Juni-Folge von #fredwagner.  

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