Case Study

Modulare Onlineabschlüsse

Einheitlicher Vertriebsweg im Baukasten-Prinzip

Das modulare Baukasten-Prinzip der Onlineabschlüsse stellt einen digitalen einheitlichen Vertriebsweg für unseren Kunden sicher. Die einzelnen Komponenten gewährleisten einen hohen Grad an Wiederverwendbarkeit und reduzieren so die Kosten pro Onlineabschluss und die Time-to-Market für neue Produkte.

Ausgangssituation

SIGNAL IDUNA nimmt eine hervorragende Stellung im Kreis der großen deutschen Versicherungsgruppen ein. Sie ist zudem in einigen europäischen Ländern vertreten. Heute deckt die SIGNAL IDUNA Gruppe den Versicherungs- und Vorsorgebedarf von jedermann - mit traditionell starken Standbeinen in Handwerk und Handel.

In der Vergangenheit wurden Onlineabschlüsse von unserem Kunden als Fertigprodukt punktuell für einzelne Tarife erworben. Es existierte daher keine einheitliche Wertschöpfungskette.

Zur Erhöhung der Geschwindigkeit und zur Reduktion der Kosten für neue Onlineabschlüsse wurden wir damit beauftragt, einen modularen Baukasten mit neuen Standards zu implementieren. So sollte ein einheitlicher Vertriebsweg für die verschiedenen Sparten ohne Systembrüche geschaffen werden. Dabei lag der Fokus auf einer hohen Wiederverwendbarkeit einzelner technischer Module.

Vorgehen

Im Projektumfeld der SIGNAL IDUNA erarbeitete unser Team Lösungen in einer servicedominierten Architektur. Die technische Umsetzung einer neuen Abschlussstrecke startete mit einem Verortungsgespräch unter Einbezug der SDA-Architekten. Dadurch wurde die Konformität der Lösung mit den unternehmensweiten Richtlinien und technischen Anforderungen sichergestellt.

Die Besonderheit der modularen Onlineabschlüsse besteht in der Entwicklung von Oberflächenkomponenten im Baukastenprinzip. Während die Oberflächenkomponenten mithilfe des Angular-Frameworks dynamisch mit JSON-Konfigurationen generiert wurden, stellt die Middleware die Funktionalitäten durch granulare Microservices in einer drei-schichtigen Architektur bereit.

Die Microservice-Architektur setzt sich vor allem aus Interaction-, Business- und Basis-Services zusammen, die mithilfe des Dropwizard-Frameworks in Java entwickelt werden. Der Interaction-Service bildet das Gateway, über welches das Angular basierte Frontend auf die Funktionalitäten im Backend zugreift. Der Business-Service stellt die TAA-Geschäftslogik (Tarif-Angebot-Antrag) zur Verfügung und wurde so konzipiert, dass er auch von anderen Anwendungen innerhalb der SDA-Plattform eingebunden werden kann.

Die Basis-Services werden so generisch entwickelt, dass sie sowohl für das Mapping im Tarifierungskern als auch für die Einleitung der Dunkelverarbeitung, spartenübergreifend verwendet werden können. Darüber hinaus entwickelte unser Team Mehrwert-Services, die externe Funktionalitäten wie Bonitäts-, Identitäts- und Adressprüfungen bereitstellen. Dazu gehören auch der Datenübernahme-Service zur Vorbelegung der Bestandskunden-Stammdaten in der meine SIGNAL IDUNA App in die Abschlussstrecken und der Service zur Ermittlung der Kundenbetreuer für Bestandskunden.

Das Frontend nutzt ebenfalls externe Dienste von Providern wie Google für die automatische Vervollständigung von Adressen sowie die Suche nach Außendienstpartnern des Kunden. Alle Softwarekomponenten wurden im Laufe des Jenkins, Nexus und Git basierten CI/CD Prozesses in Docker Container verpackt. Die Kubernetes-Laufzeitumgebung wird durch die OpenShift-Plattform bereitgestellt.

Für das Monitoring der produktiven Anwendungen werden sowohl die in OpenShift beinhalteten Tools Kibana und Grafana als auch Splunk verwendet.

Ergebnis

Die Entwicklungszeit neuer Abschlüsse wird enorm durch den modularen Aufbau beschleunigt. Benötigte unser Kunde zu Anfang noch mehrere Monate für die Umsetzung einer neuen Abschlussstrecke, wurde die Time-to-Market so stark verkürzt, dass innerhalb weniger Wochen neue Onlineabschlüsse verschiedener Sparten veröffentlicht werden können.

Neben der verkürzten Entwicklungszeit profitiert unser Kunde nun von einem einheitlichen Design über alle Onlineabschlüsse hinweg und einem ausführlichen Tracking des Nutzerverhaltens. So können die Abschlussstrecken nutzerorientiert modifiziert werden.

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Technologien

  • Angular
  • Java
  • OpenShift
  • Docker
  • Kubernetes
  • Google API

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