Migration des Provisionssystems
Versicherungen
Ein modernes Fundament für die Zukunft der Provisionierung
Ein über Jahrzehnte gewachsenes Hostsystem für die Provisionsberechnungen einer Versicherung erforderte eine technologische Erneuerung, um den Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden. Mit einer modernen Architektur, einer intuitiveren Benutzeroberfläche und verbesserten Schnittstellen wurde das Altsystem erfolgreich abgelöst und die Basis für zukünftige Erweiterungen geschaffen.
Leistungen
Kundenbenefits
- Deutlich höhere Benutzerfreundlichkeit für die Fachabteilung
- Schnellere Anpassung an neue Anforderungen durch moderne Architektur
- Effizientere Arbeitsabläufe dank optimierter Prozesse und Schnittstellen
- Solide Basis für die Erweiterung auf weitere Versicherungssparten
Ausgangssituation
Unser Kunde, ein deutschlandweit tätiger Versicherer mit genossenschaftlichen Wurzeln bietet umfassende Lösungen in den Bereichen Versicherung und Finanzen, insbesondere für Privat- und Geschäftskunden. Das spartenübergreifende Provisionssystem der Versicherung war über mehrere Jahrzehnte gewachsen. Die fachliche Funktionalität war kontinuierlich ausgebaut worden, doch die technologische Grundlage bestand weiterhin aus einem veralteten Hostsystem. Gleichzeitig war das System Teil einer monolithischen Anwendungslandschaft, deren Wartbarkeit und Erweiterbarkeit durch die alten Technologien und die starken Abhängigkeiten zunehmend eingeschränkt war.
Die bestehenden Technologien und die Usability entsprachen nicht mehr den Anforderungen einer modernen Versicherungswelt.
Im Rahmen des Projekts sollte das Altsystem durch eine Neuentwicklung ersetzt werden, wobei die Fachlogik erhalten bleiben sollte. Ziel war es, die Wartbarkeit und Erweiterbarkeit des Systems zu sichern und eine intuitivere Oberfläche für die Fachabteilung zu schaffen.
Vorgehen
Das Projekt startete mit einer intensiven Analysephase, um die komplexe Provisionslogik zu verstehen. Statt einer vollumfänglichen Betrachtung sämtlicher Detailanforderungen, wurde zuerst der Fokus auf die Sparte Rechtsschutz gelegt. Somit konnten viele Details weiterer spartenabhängiger Sonderreglungen vorerst außer Acht gelassen werden. Das Ziel war es, schnell ein einsetzbares System für die erste Sparte zu schaffen, welches bereits die meisten der spartenübergreifenden Reglungen enthält. Die Erkenntnisse dieser Analyse sowie die Planung der technischen Umsetzung wurden dabei ausführlich dokumentiert.
Technologisch wurde das System auf eine moderne Architektur migriert:
Im Backend wurden mit Java und Spring Boot die Kernfunktionalitäten implementiert, welche mit Spring Batch in das Job-Netz der Systemlandschaft integriert wurden. Durch die Anbindung von REST-Schnittstellen wurden Daten mit weiteren Systemen ausgetauscht.
Mit Angular entstand eine benutzerfreundliche Oberfläche, welche die Usability der Fachabteilung erheblich verbesserte.
Das Datenbankmodell wurde mit leichten Anpassungen von einer IBM Db2 for z/OS auf eine Db2 LUW (Linux, UNIX und Windows) portiert und gemäß der hausinternen Tower-Architektur isoliert.
Das Team setzte auf agile Methoden, um flexibel auf Herausforderungen zu reagieren. Eine enge Zusammenarbeit mit der Fachabteilung sorgte dafür, dass das System wie gewünscht funktionierte und eine optimale Usability gewährleistet war.
Ergebnis
Das neue erfolgreich eingeführte System basiert auf einer modernen Architektur, die eine bessere Wartbarkeit und einfachere Erweiterbarkeit ermöglicht. Optimierte Prozesse und Schnittstellen führen zu einer gesteigerten Produktivität in der Fachabteilung. Darüber hinaus erleichtert die verbesserte Usability den täglichen Umgang mit dem System und unterstützt die Mitarbeitenden dabei, ihre Aufgaben effizienter zu erledigen.
Mit der ersten abgeschlossenen Sparte wurde der Grundstein für das System und weitere Sparten gelegt. Für die Umsetzung dieser wird ein geringerer Folgeaufwand erwartet, da nun nur noch die spartenabhängigen Sonderregelungen umgesetzt werden müssen.
TECHNOLOGIEN & METHODEN
- Spring Boot
- Java
- Angular
- IBM Db2
- REST API
- Batch-Jobs
- Agile