Projektteam analysiert Prozesse und plant modellbasierte Maklerverwaltungssoftware in einem Workshop

Moderne Anwendung für Maklerverwaltung

Versicherungsmakler

Prozessorientierte Neuentwicklung mit Modellansatz

Unser Kunde, ein traditionsreicher Versicherungsmakler mit Hauptsitz in Dortmund, plante die Neuentwicklung seiner in die Jahre gekommenen Maklerverwaltungssoftware. Ziel war eine moderne, modular erweiterbare Plattform mit klar definierten Prozessen und hoher Automatisierung. Mit einem modellbasierten Vorgehensmodell – gestützt auf BPMN, UML und Figma – wurden fachliche und technische Anforderungen strukturiert erfasst und abgestimmt. Die gewählte Methode schafft eine einheitliche Sicht auf alle Projektbeteiligten, unterstützt agile Entwicklungsprozesse und ist kompatibel mit etablierten Architekturprinzipien und bewährten Vorgehensweisen der modernen Softwareentwicklung.

Leistungen

Kundenbenefits

  • Klare Abläufe für effizientere Prozesse
  • Hohe Transparenz in allen Projektphasen
  • Schnellere Abstimmung zwischen Fachbereichen und IT
  • Zukunftsfähige und erweiterbare Anwendung

Ausgangssituation

Unser Kunde, ein inhabergeführter, traditionsreicher Versicherungsmakler, betreut vor allem mittelständische und große Gewerbe- und Industriekunden mit individuellen Versicherungslösungen. Mit über 150 Jahren Erfahrung und internationaler Ausrichtung steht das Unternehmen für persönliche Beratung, digitale Services und höchste Qualität im Schadenmanagement.

Der Versicherungsmakler setzte zu Projektbeginn noch auf eine selbstentwickelte Maklerverwaltungssoftware, die über viele Jahre geewachsen ist, mit der Zeit jedoch nicht mehr den aktuellen technologischen und prozessualen Anforderungen genügte. Rund um diese zentrale Anwendung existierten zahlreiche ergänzende Einzellösungen, was zu Medienbrüchen, komplexen Abhängigkeiten und eingeschränkter Skalierbarkeit führte.

Ziel war daher die vollständige Neuentwicklung einer modernen Anwendung mit Fokus auf Modularität, Prozessautomatisierung und langfristiger Erweiterbarkeit.

Im Zentrum des Projekts stand ein modellbasiertes Vorgehensmodell, das den gesamten Entwicklungsprozess strukturiert und transparent gestaltet. Damit sollten bestehende Funktionen der Altsysteme systematisch erfasst und gleichzeitig die Geschäftsprozesse des Unternehmens kritisch analysiert und gezielt optimiert werden.

Vorgehen

In einer intensiven dreimonatigen Analysephase wurden die fachlichen Bausteine der bestehenden Systemlandschaft gemeinsam mit den Fachbereichen strukturiert erarbeitet. Bestehende Prozesse, die zuvor in unterschiedlichen Formaten und Modellierungsstilen vorlagen, wurden konsolidiert und in ein einheitliches Prozessmodelierungstool (BPMN-Format) überführt. Parallel dazu erfolgte die modellbasierte Erhebung der fachlichen Domänen mithilfe einer Modellierungssprache (UML), um ein klares Bild über die funktionalen Zusammenhänge zu erhalten. Das Ergebnis war eine übergreifende High-Level-Sicht auf die zukünftige Anwendung. Diese konsistente und visuelle Gesamtsicht diente als Grundlage für die weitere Architektur, das UX-Design und die technische Umsetzung und bildete damit den Startpunkt für alle nachgelagerten Schritte im Projekt.

Durch die frühzeitige Modellierung mit UML und BPMN entstand ein gemeinsames Verständnis zwischen Fachbereich, UX und Entwicklung. Dieses bildete die Grundlage für eine präzise Softwarespezifikation und ermöglichte einen nahtlosen Übergang von der Anforderungserhebung über das UX-Design bis hin zur technischen Umsetzung. Die modellbasierte Herangehensweise beschleunigte nicht nur die Abstimmung, sondern sorgte auch für eine hohe Nachvollziehbarkeit und Qualität in allen Projektphasen.

Das anschließende Softwaredesign erfolgte in zwei strukturierten Phasen: einem Grobentwurf und einem anschließenden Feinentwurf. Im Grobentwurf wurde auf Basis der zuvor erarbeiteten UML- und BPMN-Modelle ein architektonischer Breakdown vorgenommen. Dieser definierte erste Systemgrenzen, Servicestrukturen und technische Verantwortlichkeiten. Die modellierten fachlichen Domain-Modelle und die Geschäftprozessmodelle dienten dabei allen Beteiligten – von Fachbereich über UX bis zur Entwicklung – als Single Point of Truth. Durch den sukzessiven Ausbau dieser Modelle entstand eine gemeinsame Referenz, die jederzeit aktuell und nachvollziehbar blieb. Im anschließenden Feinentwurf wurden diese Strukturen weiter detailliert, um eine saubere Überführung in einen agilen Product-Backlog (Epics, Features und Tasks in Azure DevOps) zu ermöglichen.

Ergebnis

Durch die Einführung eines modellbasierten Software Development Lifecycles (SDLC) wurde eine einheitliche, durchgängige Sicht auf fachliche und technische Anforderungen geschaffen. Spezifikationen konnten schneller erfasst, Missverständnisse frühzeitig erkannt und Rückmeldungen unmittelbar verarbeitet werden. Die modellierten fachlichen Domain-Modelle und die Geschäftprozessmodelle dienten in allen Phasen – von der Analyse bis zur Umsetzung – als zentrales Kommunikationsmittel und ermöglichten eine agile, iterative Vorgehensweise mit klaren Strukturen.

Fehler und Inkonsistenzen wurden bereits in der Modellierungsphase sichtbar und konnten frühzeitig korrigiert werden. Darüber hinaus erleichterte das modellbasierte Vorgehen die konsequente Anwendung etablierter Architektur- und Entwurfsmuster erheblich – sowohl in der Konzeption als auch in der technischen Umsetzung.

Mit dem neuen Modellansatz ist unser Kunde bestens darauf vorbereitet, zukünftige Anforderungen flexibel und mit klarer Struktur umzusetzen – sei es bei weiteren Automatisierungen, neuen digitalen Services oder regulatorischen Anpassungen.

TECHNOLOGIEN & METHODEN

  • BPMN
  • UML
  • Figma
  • Enterprise Architect
  • .NET Plattform
  • Angular
  • Kubernetes
  • Prozessautomatisierung

Standorte

Standort Lünen
     Pierbusch 17
     44536 Lünen
Standort Dortmund
     Emil-Figge-Straße 85
     44227 Dortmund